Borussia M´gladbach - BV Borussia 09 Dortmund

von Reinhard

Borussia vergibt ersten Matchball zur Vizemeisterschaft

Spielverlauf und Bedeutung

Das Duell der Borussen ging verdientermaßen an die Borussia vom Niederrhein. Beide Teams hatten in dieser Partie alles zu gewinnen: Für Mönchengladbach stand der Klassenerhalt auf dem Spiel, während Dortmund um die Vizemeisterschaft kämpfte. Doch die Dortmunder schienen die Wichtigkeit des Spiels vergessen zu haben; der nötige Einsatz blieb offenbar in Brackel zurück. Die Mannschaft wirkte in Mönchengladbach leb- und motivationslos, ohne die passende Einstellung.

Analyse der ersten Halbzeit

In der ersten Halbzeit schien Dortmunds Team gedanklich noch im Reisebus zu sein, es gelang so gut wie nichts. Das Mittelfeld brachte keinerlei Impulse, der Angriff wirkte, als wäre er bereits im Urlaub, und selbst die Abwehr zeigte Unsicherheiten. Vom BVB kam im ersten Durchgang fast gar nichts; Gladbachs Torhüter musste keinen Ball parieren. Nur ein schwacher Torschuss von Inacio war zu verzeichnen. Die Dortmunder hatten noch Glück, dass das 1:0 der Gladbacher aufgrund einer Abseitsstellung aberkannt wurde.

Die zweite Halbzeit

Nach der Pause starteten die Dortmunder etwas besser, konnten aber keinen Abschluss verzeichnen. Der Angriff blieb schwach wie selten. Auch Gladbach beschränkte sich auf das Nötigste, wofür sich die Dortmunder eigentlich hätten bedanken müssen. In den letzten zehn Minuten wurden die Gladbacher jedoch immer stärker und vergaben mehrere Großchancen. In der 89. Minute folgte schließlich der entscheidende Schlag: Inacio verlor den Ball im Mittelfeld, ein kluger Pass brachte Gladbachs Stürmer Tabakovic in eine aussichtsreiche Position. Tabakovic lief allein auf Kobel zu und erzielte den viel umjubelten Treffer zum 1:0.

Fazit und Ausblick

Mit der gezeigten Einstellung muss Borussia Dortmund um die Vizemeisterschaft bangen. Ein Auftritt wie dieser darf sich am kommenden Freitag gegen Frankfurt nicht wiederholen. Jetzt ist es an der Zeit, dass jemand aus der Mannschaft aufsteht und seinen Kollegen klarmacht, dass eine Bundesliga-Saison aus 34 Spieltagen besteht. Andernfalls sollte sich Borussia Dortmund überlegen, wer tatsächlich noch alles für die stolze Borussia gibt.

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